Botox-Test

Seit einigen Jahren wird Migräne erfolgreich mit Botulinumtoxin Typ A (Botox) behandelt. Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien hierzu stammt aus den USA. Auch in Deutschland gewinnt diese Therapie zunehmend an Popularität. Botulinumtoxin Typ A ist ein natürliches Eiweiß, das die Freisetzung des Botenstoffes Acetylcholin hemmt. Dadurch wird die Übertragung von Nervenimpulsen zum Muskel unterbunden, der auf diese Weise entspannt.

Das natürliche Zusammenspiel von Nerven und Muskeln wird allerdings nicht dauerhaft verändert. Nach zwei bis vier Monaten lässt die Wirkung des Botulinumtoxin Typ A nach, der ursprüngliche Zustand ist wiederhergestellt: Acetylcholin wird wieder freigesetzt und der betroffene Muskel reaktiviert.

Am Kopf befinden sich mehrere Stellen, an denen Nerven durch Muskeln verlaufen, d.h. für eine kurze Strecke komplett von Muskelgewebe umgeben sind. Bei einer Anspannung des Muskels wird der Nerv zusammengedrückt und dadurch gereizt. So entstehen die Migräne-Beschwerden bei vielen Patienten durch Muskelanspannung in folgenden Bereichen:

  • am inneren Drittel der Augenbrauen
  • an der Nase
  • an einem bestimmten Punkt an der Schläfe
  • an einem Punkt am oberen Teil des Nackens

Durch die gezielte Injektion von Botox werden die betreffenden Muskeln entspannt. Der Arzt ermittelt die individuellen Injektionsstellen anhand der angegebenen Schmerzpunkte. Im Anschluss daran erfolgt die Dokumentation der Veränderungen in einem Migränetagebuch.

Häufige Fragen zum Botox-Test